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30
Juni
2020

Das Morden im Irak: Deutsche Medien faseln von Tötung

Dass die USA seit 2003 ein terroristisches Regime im Irak führen?

Seit 2003 besetzen die USA den Irak. Nach einem mörderischen Krieg – 600.000 Tote, ein zerstörtes Land bis heute – in dem die USA wie selbstverständlich das Völkerrecht brachen und eine ganze Region zu einem gefährlichen Kriegsherd bombten – sitzen die Kriegsverbrecher bis heute in einem Land, das vor dem Einmarsch nicht islamistisch geprägt war.

Aus diesem Land heraus morden die USA weiter. Erst jüngst mit einem gezielten Raketenangriff auf den iranischen General Qassim Soleimani in der Nähe des Flughafens von Bagdad. In zivilisierten Ländern nennt man das einen Mord. In den deutschen Medien wird der Mord „Tötung“ genannt. Tötung ist eine Vokabel, die eigentlich für Tiere reserviert ist. Macht nix, sagen sie von der Tagesschau bis zur Bildzeitung. War ja nur ein Iraner. Die gelten in Deutschland ohnehin als Terroristen. Die werden nicht umgebracht, nur getötet.

 

Dass die USA seit 2003 ein terroristisches Regime im Irak führen? Ein Regime, das wesentlich die zivile Bevölkerung des Landes trifft. Das kommt den devoten deutschen Medien natürlich nicht über die Lippen. Man lebt ja gemütlich in den deutschen Redaktionen. Dass deutsches Militär in den Krieg der USA verwickelt ist? Dass ein neues Irak-Mandat des Bundestages aus dem letztem Jahr, mit dem Wort „Anti-IS-Koalition“ getarnt, diverse deutsche Tornado-Aufklärer und Tankflugzeuge in den Krieg der USA geschickt hat? Das ist doch dem deutschen Redakteur egal. Als wäre alles so wie damals beim Beginn des Irak-Krieges, als bei nicht wenigen deutschen Medien die Freude von demokratisch-getarnt bis brutal-offen zu besichtigen war. Eine Entschuldigung der deutschen Kriegs-Sympathisanten gegen Saddam Hussein steht natürlich bis heute aus.

Seit Monaten ist der schleichende Krieg der USA gegen den Iran zu beobachten: Erst brechen die USA das Atom-Abkommen mit der iranischen Regierung, dann werden Truppen und ein Flugzeugträgerverband in die Region verlegt, schließlich erwischen die militärischen Abwehrkräfte des Iran eine US-Spionage-Drone, nun wird auf Befehl des Donald Trump ein hochrangiger Militär des Iran ermordet.

Und damit die blöden Deutschen auch wissen, dass alles mit rechten Dingen zugeht, titelt die Bildzeitung über General Qassim Soleimani, er sei der „gefährlichste Mann der Welt“. Das deutsche Außenministerium schweigt zwar über die widerliche Legitimierung eines Mordes, „verurteilt“ aber tatsächlich die Demonstranten vor der US-Botschaft in Bagdad. So als ob die USA nicht ein Besatzer-Regime im Irak wären, so als ob die eigene Botschaft betroffen sei.

Ganz sicher wird man in den nächsten Tagen auch wieder auf deutsche Verteidiger des Oligarchen mit den gelben Haaren treffen. Verteidiger, die bis in die Friedensbewegung hinein ihr Wesen treiben. Und wieder werden sie Trump freisprechen und ihn als Gefangenen des „tiefen Staates“ entschuldigen, ohne Namen und Adresse dieses Staates nennen zu können. Als ob Trump diesen Mord an Qassim Soleimani nicht persönlich befohlen hätte, als ob das Pentagon in Washington nicht die Verantwortung übernommen und erklärt hätte: Die Bombardierung sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, um weitere Angriffe auf US-Kräfte zu verhindern - als „Akt der Verteidigung”.

Trump befindet sich im Fall Iran in schönster Obama-Clinton-Tradition, wenn er erklären lässt, das Ziel des Angriffs auf den iranischen General sei es, den Iran von künftigen Angriffen abzuschrecken. „Die Vereinigten Staaten werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unser Volk und unsere Interessen überall auf der Welt zu schützen.” Klar, seit langem schützen die USA ihr Volk und ihre Interessen im Irak durch Mord und Totschlag: Flucht, Hunger, Korruption und Bürgerkrieg herrschen im Irak seit 2003, seit die USA dort ihre Sorte von Freiheit hergestellt haben. Auf dieses Ziel steuert die US-Außenpolitik gegen den Iran.

Und im Schlepptau dümpelt die deutsche Kanzlerin, die erst jüngst bei ihrem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani die Forderung nach dem Ende der US-Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hat. Sanktionen, die wie eine Waffe wirken, die Armut und Arbeitslosigkeit erzeugen und auf den Regime-Change im Iran zielen. Bis jetzt noch mit Methoden des Vorkrieges.

Die Meinung des Autors muss nicht der der Sputnik-Redaktion entsprechen.

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Categories: Neuigkeiten, Archiv Blogs

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