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No Querfront

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Jutta Ditfurth und die Neocon-Querfront

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Das Schweigen der Linken

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No Querfront, die nächste

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2013 jährt sich der Beginn der faschistischen Nazi-Barbarei zum 80. Mal. Landesweit finden Gedenk- und Informationsveranstaltungen statt. Auch die Partei Die Linke (PdL) meldet sich zu Wort. „Für uns ist der 30. Januar Anlass, über die Brüchigkeit demokratischer Errungenschaften und den Zusammenhang von fundamentaler Krisenerfahrung und Entdemokratisierung nachzudenken“, erklären ihre beiden Kovorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie der Vorsitzende der Bundestagsfraktion Gregor Gysi. Weiter führen sie aus: „Aber auch die Linke hat durch ihre Uneinigkeit zur Niederlage der Demokratie beigetragen. Die Geringschätzung der angeblich 'nur' bürgerlichen Demokratie war ein schwerer Fehler der Kommunisten.“

Diese Interpretation der historischen Ereignisse entspricht dem politischen Mainstream in diesem Land. Sie drückt die Widersprüchlichkeit aus, die ihre Führungsriege im Gegensatz zu anderen Parteigliederungen beim Umgang mit dem historischen Faschismus und mit aktuellen extrem rechten Gebilden zeigt. Dadurch stellt die PdL-Leitung den antifaschistischen Grundkonsens infrage. Weite Teile der Linken beschleunigen diesen Zerfallsprozess durch ihr Schweigen. Wer antifaschistische Grundpositionen aufgibt, überlässt das Terrain dem Feind von Rechts.

Bevor das PdL-Trio Urteile fällt und Schuldige präsentiert, muss man eines beachten: Wer mit dem Finger auf andere zeigt, sollte nicht vergessen, dass dabei immer drei Finger seiner Hand auf sich selbst gerichtet sind.

Der erste von drei Fingern zeigt heutzutage auf die Querfront-Problematik, zu der die PdL kein Wort sagt und zu der auch die übrige Linke lieber den Mund hält. Wer schweigt, stimmt zu. Ergo scheint es zum neuen linken Ton zu gehören, dass das Magazin des Querfrontlers Jürgen Elsässer mehrere PdL-Mitglieder quasi als „Leumundszeugen“ für sein „Nicht-Rechtssein“ – darunter den sich links und antifaschistisch gebenden Bundestagsabgeordneten Dr. Diether Dehm und den PdL-Ehrenvorsitzenden Hans Modrow – aufführen darf, ohne dass sich öffentlich vernehmbarer Widerspruch seitens der Partei erhebt, geschweige denn der Betroffenen.

Der zweite von drei Fingern zeigt auf Sahra Wagenknecht. Dass die Expertin für Wirtschaftsfragen versucht, den sogenannten „Vater des deutschen Wirtschaftswunders“, den erzliberalen Bundeskanzler Ludwig Erhardt, für sich und die PdL zu vereinnahmen, und damit im Münchhausen-Check des Magazins Spiegel (Note: nicht ausreichend (5)) scheiterte, ist der vielbeachtete, aber auch nebensächlichste Aspekt. Vom antifaschistischen Standpunkt her betrachtet gibt es einen viel wichtigeren Punkt: Schon 1989 beschrieb der jüdische Publizist Ralph Giordano in seinem Werk „Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte. Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg“, wie Erhardt gemeinsam mit SS-Führern das Überleben der deutschen Industrie nach der Niederlage plante.  2009 dokumentierte der Publizist Otto Köhler, wie bei einem dieser Treffen im Januar 1945 der Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ entstand. Erhardt folgte dem Vorschlag seines Gesprächspartners aus der SS. Dass er seine Nachkriegspläne gemeinsam mit Nazi-Massenmördern wie zum Beispiel Otto Ohlendorf schmiedete, störte ihn ebenso wenig wie seine Bewunderin von der PdL. So trägt Wagenknecht mit dazu bei, den antifaschistischen Grundkonsens auszuhöhlen. Und die PdL & Friends schweigen dazu.

Somit richtet sich der letzte Finger auf die allgemeine Positionslosigkeit der PdL-Leitungsriege. Diese erstreckt sich über das Bermudadreieck politischer Beliebigkeit. Das befand sich im Januar 2013 zwischen der Kranzniederlegung am „Friedhof der Sozialisten“, der Mahnwache am so genannten „Denkmal für die Stalinismus-Opfer“ und der Spalter-Demonstration am Tiergarten. Trotz aller Widersprüchlichkeit, die aus der politischen Symbolik der drei Orte resultiert, traten überall PdL-Politiker öffentlich auf.

Da sich die PdL gerade in einem Nachdenkprozess befindet, wie ihre Kovorsitzenden und der Chef der Bundestagsfraktion ausführten, möchte die GEHEIM-Redaktion dazu beitragen, damit dabei angesichts von Nazi-Terror (NSU) und der Bundestagswahl am 22. September 2013 auch etwas herauskommt. Deshalb verschickt sie ihr aktuelles Heft. Es dokumentiert, wie die Querfront ihre Fühler nach Links ausstreckt – und nichts geschieht. Das war einst anders. Trotz mancher strategischen und taktischen Fehler regte sich Widerstand, den die Nazis mit brutaler Gewalt ersticken mussten, damals im Jahr 1933.

Die GEHEIM-Redaktion

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