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No Querfront: von Breivik zu Pegida

Meinung

Von Breivik zu Pegida - "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch"

Vor vier Jahren, am 22. Juli 2011, starben bei Terrorakten eines norwegischen Rechtsextremisten 77 Menschen. Noch heute sind die politischen Vorstellungen, die Anders Breivik zum Töten motivierten, mainstreamtauglich und werden systematisch verharmlost. Breiviks Ideologie zieht sich wie ein roter Faden bis zum Entstehen von Pegida. Derartige Bewegungen verbreiteten nicht nur Hass, sie haben auch die Aufgabe, Anti-Establishment-Proteste zu neutralisieren und zu diskreditieren.

Vor vier Jahren ermordete der islamfeindliche Norweger Anders Breivik in Oslo und Utoya insgesamt 77 Menschen, um, wie seinem 1.500-seitigen Manifest zu entnehmen war, Europa bezüglich der angeblichen Gefahr einer „Islamisierung“ aufzurütteln. Breivik erschoss auf dem sozialdemokratischen Jugendlager in Utoya über 80 Jugendliche. Eines der Hauptthemen des Jugendcamps war die israelische Besatzung in Palästina.

Es war der bislang folgenschwerste Terrorakt aus den Reihen einer seit Mitte der 2000er Jahre immer stärker präsent gewordenen Bewegung der extremen Rechten, die sich von der alten Rechten, wie man sie etwa in Form der Republikaner oder DVU in Deutschland, dem MSI in Italien oder dem Front National unter Jean-Marie Le Pen kannte, stark unterschied.

Im Unterschied zur alten Rechten, die eher von antiwestlichen Ideen, einem revisionistischen Geschichtsbild und einer Zielgruppe gekennzeichnet war, die gesellschaftlich marginalisiert war, geben sich die neuen „Islamkritiker“ als prowestlich und bürgerlich. Sie orientieren sich an neokonservativen Vorstellungen aus den USA, solidarisieren sich demonstrativ mit Israel und bilden eine „emanzipatorische“ Querfront mit radikalen Etatisten von ganz links bis in die politische Mitte. Ihre rassistische Einstellung gegenüber Einwanderern aus muslimischen Ländern wird vor allem damit begründet, dass diese die „Errungenschaften der Aufklärung“ gefährden würden.

Diese „islamkritische“ Bewegung verfügte bald über eine stark präsente, europaweit vernetzte Bloglandschaft, wobei die Finanzierung der damit zusammenhängenden Projekte von Beginn an intransparent blieb. Gleichzeitig ist seit jeher jedoch eine starke Orientierung an Vorbildern aus den USA zu erkennen, die die These Samuel P. Huntingtons vom „Kampf der Kulturen“ aus den 1990er Jahren weiter ausbauten und die Kriege US-geführter Koalitionen in Afghanistan und im Irak ebenso wie die militärischen Offensiven der israelischen Armee gegen den Gazastreifen als Notwendigkeiten im „Kampf um die westliche Zivilisation“ verteidigten. Beispielhaft dafür stehen Blogger wie Robert Spencer oder Pamela Geller.

Auch wurde pauschal gegen den Islam als Religion und Einwanderer aus muslimischen Ländern agitiert, wobei nicht selten Thesen und Parolen, die man aus europäischen antijüdischen Pamphleten des 19. und 20. Jahrhunderts kannte, teilweise 1:1 übernommen wurden, nur dass statt Juden nun Muslime Zielscheibe des Hasses sind. Breiviks Taten sind, wenn man die ideologischen Postulate der „Islamkritiker“ konsequent zu Ende denkt, keine kriminellen Fehltritte einer ansonsten progressiven Bewegung, sondern nur die logische Weiterentwicklung der apokalyptischen „Wir-gegen-die“-Szenarien im Zuge des beschworenen „Endkampfes“ um die „Rettung der westlichen Zivilisation“.

Die „islamkritische“ Bewegung ist das klassische Beispiel einer Pseudo-Protestbewegung, die das Ziel hat, angesichts von Unmut und Ängsten in der Bevölkerung, ein Feindbild zu schaffen. Der Volkszorn richtet sich so nicht gegen die Herrschenden. Jegliche Systemkritik, jede Frage nach den Ursachen von Armut, Vertreibung und Flucht bleibt aus und macht einer simplen "Der Moslem ist schuld"-Denkart Platz.

Konnte man nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hasserfüllte Pamphlete wie „Die Wut und der Stolz“ von Oriana Fallaci noch als Schriften betrachten, die unter dem Eindruck der zahlreichen Opfer der Attentate entstanden waren und sich deshalb im Ton vergriffen, traten wenige Jahre später noch weitere medial offensiv begleitete Bestrebungen auf den Plan, die sich einer aggressiven Agitation gegen den Islam verschrieben hatten und aus den Reihen gesellschaftlich angesehener Persönlichkeiten kamen.

Beispielhaft dafür standen etwa die Erfolge des niederländischen Politikers Pim Fortuyn sowie der Hype um zweifelhafte Kronzeugen wie die Schriftstellerin und Politikerin Ayaan Hirsi Ali. Auch die Pöbeleien des später ermordeten Theo van Gogh wurden in westlichen Leitmedien nicht etwa unter dem Gesichtspunkt ihrer kulturrassistischen Grundhaltung, sondern unter jenem der Meinungsfreiheit diskutiert – die gleichzeitig mit Blick auf „islamistische Hassprediger“ eingeschränkt werden sollte.

2004 wurden mit den Blogs „Achse des Guten“ um den zionistischen Agitator Henryk M. Broder und „Politically Incorrect“ (PI) die ersten Kristallisationspunkte einer künftigen islamfeindlichen Parallelwelt ins Leben gerufen. Am 29. August 2005 trafen Blogger aus dem PI- und Achse-Umfeld und Journalisten des Axel-Springer-Verlages bei einem „prowestlichen Heimatabend“ auf dem Münchner Nockherberg zu einem offenbar sehr fruchtbaren Gedankenaustausch zusammen.

Fortan wurde aggressive, pauschalisierende Agitation gegen den Islam und muslimische Einwanderer nicht mehr nur auf randständigen Blogs, sondern besonders offensiv auch in etablierten Leitmedien artikuliert. Hochglanz-Magazine präsentierten panikmachende Titelblätter mit islamfeindlichem Unterton, Leitartikel dämonisierten muslimische Communities, Talkshows waren voll von „islamkritischen“ Persönlichkeiten. Hinzu kamen durchsichtige Kampagnen wie die Solidaritätskampagne mit „Marco W.“. 2007 wurde eine „Wir-gegen-die“-Atmosphäre mit Blick auf die türkische Community geschaffen und 2010 gelang dem Ex-Finanzsenator und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin mit „Deutschland schafft sich ab“ ein Publikums- und Verkaufserfolg.

In den zehn Jahren, die seit dem „Heimatabend“ vergangen waren, radikalisierte sich dabei sowohl das „verrohte Bürgertum“, das sich eher in etablierten Kreisen bewegte, als auch das "Lumpenproletariat", das über Blogs wie PI seine islamfeindlichen Meme festigte.

In mehreren Ländern Europas bildeten sich Ende der 2000er auch diverse „Defense Leagues“, die neben traditionell rechtsextremen Fußtruppen auch Akteure aus der Hooliganszene vereinigten und die gewaltsame Konfrontationen auf den Straßen suchten, gleichsam als „Fasci di Combattimento“ der bürgerlichen „Islamkritik“. Der Nährboden der späteren Pegida-Bewegung entstand.

Stephen Lennon, der bis 2012 Führer der englischen EDL war und bei der illegalen Einreise in die USA verhaftet wurde, wollte etwa eine Konferenz der US-amerikanischen Islamhasser Pamela Geller und Robert Spencer besuchen und dabei als Vorstandsmitglied Instruktionen über das weitere Vorgehen erhalten. Der für die politische Ausrichtung der EDL verantwortliche Exponent war, wie Lennon nach seinem Ausstieg verkündete, ein gewisser „Alan See“, sein richtiger Name lautete Alan Ayling.

Dieser ist ein wohlhabender Geschäftsmann, fanatisch antimuslimisch und hat enge Verbindungen zur Organisation SION (Stop the Islamization of Our Nation), die Geller und Spencer ins Leben gerufen hatten. Lennon zufolge hatte dieser die EDL mit der ausdrücklichen Absicht gegründet, sie als Marionettenarmee auf die Straßen zu bringen, um die direkte Konfrontation mit den Muslimen und in weiterer Folge bürgerkriegsähnliche Zustände zu erreichen, die eine organisierte staatliche Offensive gegen muslimische Einwanderer mit dem Ziel einer ethnischen Säuberung zum Ziel haben sollte. Aylings Freundin Roberta Moore leitet die „jüdische Abteilung der EDL“, die sich in erster Linie aus Anhängern der rassistischen und in Israel verbotenen Bewegung „Kach“ zusammensetzte.

Breivik selbst erklärt in seinem Manifest, er habe mehr als 600 EDL-Mitglieder als Facebook-Freunde gehabt und mit zahlreichen EDL-Mitgliedern und Führern gesprochen. „Tatsächlich war ich einer derjenigen, die sie ganz am Anfang mit aufbereitetem ideologischem Material (einschließlich rhetorischer Strategien) versorgt haben“, erklärte der spätere Rechtsterrorist in seiner Deklaration.

In Deutschland versuchten Gleichgesinnte, die German Defence League (GDL) als militante islamfeindliche Schlägertruppe aufzubauen. Diese suchte ebenfalls den Schulterschluss mit der „Jewish Defence League“, die als politischer Arm der „Kach“ gilt. Insbesondere für deutsche Rechtsradikale waren „Islamkritik“ und die demonstrative Israelsolidarität willkommene Werkzeuge, um einerseits am rassistisch motivierten Hass gegen Einwanderer aus muslimischen Ländern festzuhalten, gleichzeitig jedoch Anschluss an die gesellschaftliche Mitte zu finden.

Feindbild Islam: Die "Lügenpresse" ganz vorne dabei.

Auch wenn die GDL in Deutschland ebenso scheiterte wie Versuche, im Zusammenhang mit dem Erfolg des Sarrazin-Buches die Partei „Die Freiheit“ oder die "Pro-Bewegung" in Deutschland als islamfeindliche Partei nach Vorbild der niederländischen PVV zu verankern, gelang es den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) im Winter 2014/15, hauptsächlich in Dresden bis zu 25.000 Menschen auf die Straße zu bringen. Das erklärte Pegida-Ziel, die Verteidigung der "christlich-jüdischen Kultur des Abendlandes" und der Kampf gegen dessen "Islamisierung" gliedert sich passgenau in die oben beschriebenen Bestrebungen ein, eine derartige Massenbewegung aufzubauen.

Mittlerweile ist auch Pegida in sich zusammengebrochen. Dass der in den Medien präsente Kopf der Bewegung, Lutz Bachmann, kürzlich ankündigte, die Bewegung wolle künftig unter ihrem eigenen Namen Kandidaten für überregionale Wahlen aufstellen, dürfte ebenso wenig zur Wiederbelebung der Aufmärsche beitragen, wie der jüngste Aufruf zum „Kaufstreik“ seitens der gescheiterten Pegida-Kandidaten bei den Dresdner Oberbürgermeisterwahlen, Tatjana Festerling.

In einer Zeit, da in Deutschland Flüchtlingsheime brennen und in Städten wie Freital ein pöbelnder Mob

Menschen bedroht, die gerade erst mit Mühen und unter Strapazen aus vom Krieg zerbombten Städten und vor den Schlächtern des „Islamischen Staates“ entkommen waren, bleiben jedoch die Fragen höchst aktuell: Wer steht hinter Protestbewegungen dieser Art, wer steuert sie und welchen Zweck erfüllen sie?

Eine Art Probelauf für die späteren Pegida-Auftritte waren zweifellos die „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa)-Aufmärsche, deren Idee im Spätsommer des Jahres 2014 geboren wurde und die schwerpunktmäßig im Oktober und November in Westdeutschland stattfanden. Hogesa verlor jedoch rasch an Energie, da sich nicht wirklich ein Publikum unter diesem Banner versammelte, das in der bürgerlichen Mitte als anschlussfähig galt.

Arbeitete schon früher beruflich mit dem Axel Springer Verlag zusammen: Der spätere Pegida-Gründer Lutz Bachmann

Erfolgreicher war da der Freundeskreis des Dresdener PR-Agenturbetreibers Lutz Bachmann, der schon zuvor berufliche Kontakte zum Axel Springer Verlag hatte. Nicht wenige Personen von Bachmanns Umfeld pflegten intensive Kontakte zur Fußballhooliganszene oder ins kriminelle Milieu – was Masse für potenzielle Aufmärsche verschaffte.

In einer Stadt wie Dresden, deren unterschwellig auch von der Politik gepflegter Opfermythos eine gewisse Grundempfänglichkeit für nationalistische Ressentiments geschaffen hat, und in der sich 2009 der erste offen islamfeindliche Mord in der Bundesrepublik Deutschland ereignet hatte, wirkt die Fremden- und Islamfeindlichkeit bis weit in die Reihen der CDU und FDP hinein. Wer derart wenig Akzeptanzprobleme vorfindet, vermag es dann auch rasch, eine zunehmend größer werdende Teilnehmerzahl zu den Pegida-Demonstrationen zu locken.

Dass Studien zufolge nicht alle Teilnehmer der Aufmärsche ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild aufwiesen, viele aus völlig anderen Gründen als Ausländer- und Islamfeindlichkeit an den Demonstrationen teilnahmen und Pegida es über einige Zeit hinweg auch verstand, eine allgemeine Proteststimmung zu kanalisieren, trug zum vorübergehenden Erfolg der Bewegung bei. Die Reaktion seitens der Politik war, ungeachtet des obligatorischen Tadels, ungewohnt wohlwollend und neben AfD-Politikern gaben sich auch solche aus CDU und sogar SPD ein Stelldichein.

In ihrer Spätphase wurde die Pegida-Bewegung jedoch immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt bekannter rechtsextremer Agitatoren aus dem Umfeld bekannter Anti-Islam-Blogs, aus Akteuren von Parteien wie der NPD oder Pro Deutschland und radikalen AfD-Aktivisten, die selbst der eigenen Partei nicht mehr als tragbar erschienen. Außerhalb Dresdens waren vor allem sie es, die versuchten, die Bewegung auf andere Städte als Dresden zu übertragen und sogar international auszuweiten. Dazu kamen Selbstdarsteller wie der Verleger Jürgen Elsässer, der in Pegida offenbar eine willkommene Gelegenheit erblickte, die Abonnentenzahl seines Compact-Magazins zu steigern.

Kritiker hatten hinter Pegida von Beginn an einen Versuch gesehen, vorhandene Proteststimmungen gegen die Ukrainepolitik der Bundesregierung, gegen die Berichterstattung der Mainstreammedien und gegen Kriegstreiberei im Interesse der Eliten zu neutralisieren. Durch das Überstülpen islamfeindlicher und rassistischer Inhalte wurde jeder Ablehnung des Status Quo ein hässliches Gesicht gegeben. So nutzte der Pegida-Begriff "Lügenpresse" letztendlich auch den angegriffenen Mainstream-Medien selbst, die fortan jede konstruktive und überfällige Kritik an ihrem Handeln als hysterisches Gepöbel abtun konnten.

Dass am Ende der niederländische Islamhasser Geert Wilders von Pegida als Stargast eingeflogen wurde, der im Islam eine Gefahr für die „westlichen Werte“ sieht und neben betont nationalhedonistischen Positionen vor allem für seine Nähe zu US-amerikanischen Neokonservativen und zur radikalen Rechten in Israel bekannt ist, schloss den ideologischen Kreis von Breivik zu den "Patriotischen Europäern".

Im Verfassungsschutzbericht über das Jahr 2014 findet Pegida nicht einmal am Rande Erwähnung – im Unterschied etwa zur linken Tageszeitung „junge welt“, zur „Marxistischen Plattform“, der „Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí“ und den "Montagsmahnwachen für den Frieden", die der Berliner Lars Mährholz im gleichen Jahr ins Leben rief. Insgesamt ergibt sich bei Abwägung aller Faktoren ein recht deutlicher Eindruck dahingehend, dass die Pegida-Bewegung den Eliten nie auch nur annähernd Kopfzerbrechen bereitete, sondern aus den oben beschriebenen Gründen diesen eher willkommen war.

Quellle: https://deutsch.rt.com/26953/meinung/von-breivik-zu-pegida-der-schoss-ist-fruchtbar-noch-aus-dem-dies-kroch/, 23.07.2015

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Zum einen wird unsere GEHEIM von nun an wie in der Vergangenheit vierteljährlich erscheinen (à 26 Seiten) und wir hoffen mit diesem Schritt, in Verbindung mit dem durch einen sehr gezielt unterstützten Neuaufbau unserer Webseite, aktueller zu sein und auf diesem Weg neue Interessenten zu gewinnen.

Unsere neue Webseite zeigt Ihnen immer das aktuelle Cover mit dem Inhaltsverzeichnis sowie 2-3 Artikel zur Leseprobe. Bei Interesse, das gesamte Heft zu lesen, können Sie dieses unter dem Menüpunkt "Geheim ABO" entweder einmalig kaufen oder aber auch regelmäßig abonnieren. Dabei wissen wir: GEHEIM muss noch viel besser werden – ob als Print-Magazin oder als Webseite.
Auf unserer Homepage werden wir zudem aktuelle Berichte und Analysen in verschiedenen Sprachen veröffentlichen; dafür haben wir ein Übersetzungstool integriert, das – falls nötig – genutzt werden kann. Von unserer Webseite aus kann auch direkt auf die GEHEIM-Facebook-Seite zugegriffen werden. Diese werden wir allerdings nur sehr unregelmäßig aktualisieren können. Das hat nicht nur mit unseren schwachen Kräften zu tun, sondern vor allem auch mit einer gezielten Zensur durch Facebook, wo rassistische, rechtsextreme oder Takfiri-Beiträge nahezu problemlos veröffentlicht werden können, nicht jedoch solche – wie von GEHEIM -, die sich dem Widerstand gegen die imperiale so genannte „Neue Weltordnung“ verpflichtet fühlen.

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Michael Opperskalski (Köln) & Redaktion GEHEIM

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Timeline of CIA Interventions in Syria

Timeline of CIA Interventions in Syria

By Michael S. Rozeff

Global Research, February 20, 2016

Timeline

First published in October 2015

This partial timeline provides evidence that the U.S. government and Obama in particular bear a significant responsibility for the Syrian war and the results of that war. Obama approved elements of CIA plans that go back over 65 years. The CIA meddling is distinct from the Pentagon’s failed plan to train “moderate rebels”, not covered in this timeline.

1940s and 1950s “…if you want to understand the origins of authoritarian rule in Syria today, it is important to go back to the 1940s and the 1950s and see the role the CIA played in that land.” See also here, p. 122: “In the late 1940’s, U.S. policymakers grew alarmed when the Syrian government, bowing to public pressure, refused to let a U.S. oil company build a pipeline through its territory. Washington also found the strong anti-Western sentiment and the large Communist party in the country ominous. Concerned that Syria was ‘drifting leftward’, the Central Intelligence Agency (CIA) laid plans to overthrow its three-year old civilian government.” CIA operatives met with right-wing military leaders in Damascus to discuss installing a “military-supported dictatorship”.

1947-1948 CIA attempts “to influence the 1947-8 elections by backing right-wing figures in the Nationalist Party…”

March, 1949 CIA sponsors Syrian coup d’etat; CIA directly involved.

1957 CIA and MI6 devise plan to assassinate 3 top Syrian leaders and overthrow the government. “…they planned to use agents provocateurs to launch a series of incidents.” “A ‘Free Syria Committee’ should be funded and ‘political factions with paramilitary or other actionist capabilities’ in Syria should be armed.” [Does this sound familiar?] See also here.

2006-2011 Prior to the onset of the Syrian war, the U.S. stirs up opposition to Syrian government (Assad). An April 18, 2011 article reads “Newly released WikiLeaks cables reveal that the US State Department has been secretly financing Syrian opposition groups and other opposition projects for at least five years, The Washington Post reports.”

March 2011 Daraa violence launches Syrian war. “The Daraa ‘protest movement’ on March 17-18 had all the appearances of a staged event involving covert support to Islamic terrorists by Mossad and/or Western intelligence.” “In Daraa, roof top snipers were targeting both police and demonstrators.” [Notice that this technique also occurred in the Kiev, Ukraine violence.] See also here.

August 18, 2011 Obama says Assad must go. “President Obama and European leaders called Thursday for Syrian President Bashar al-Assad to resign, after months of his violent crackdown on protesters. The rhetorical escalation was backed by new U.S. sanctions designed to undermine Assad’s ability to finance his military operation.”

August 1, 2012 “Obama authorizes secret support for Syrian rebels”. “The full extent of clandestine support that agencies like the CIA might be providing also is unclear.”

October 2, 2013 “The CIA is expanding a clandestine effort to train opposition fighters in Syria amid concern that moderate, U.S.-backed militias are rapidly losing ground in the country’s civil war, U.S. officials said.” “The pace of the CIA program amounts to a trickle into the ranks of opposition fighters, who total about 100,000. U.S. intelligence officials said that as many as 20,000 of those are considered ‘extremists’ with militant Islamist agendas.”

“Those hard-line factions have drained momentum and support from moderate rebel groups. The most prominent Islamist groups, the Islamic State of Iraq and Syria (ISIS) and Jabhat al-Nusra, include fighters who have extensive experience from the war in Iraq, have ties to al-Qaeda and have carried out high-profile strikes against Assad’s government.”

April 23, 2014 “The U.S. is providing more arms and training to the moderate rebels in Syria, under a growing secret program run by the CIA in Jordan.” “Skeptics doubt the U.S. effort will help much, given the weakened state of the opposition and the inroads made by al-Qaida fighters. The moderate fighters being supported currently have relatively little influence on the ground.”

Oct. 2, 2015 “The CIA has provided the thousands of fighters it has trained at secret bases in Jordan with communications equipment, intelligence support and arms, including antitank missiles. Those CIA-backed fighters reentered Syria across that country’s southern border with Jordan, but many have made their way into units that are now arrayed north and east of Damascus — areas that have been pounded by Russian strikes over the past several days.”

In my opinion, the most serious U.S. meddling is what the Wikileaks cables reveal, which is the State Department’s organization of domestic opposition to its elected government. This provoked the revolution that started in Daraa, and that provided an opening for radical and armed Muslim elements to enter the battle. Next in importance is Obama’s position that Assad must go, because this guides the entry of the CIA and Pentagon into the war while committing the U.S. to a politically untenable and impossible course of attempting to reconstitute a new government among radical and rival forces if and when Assad falls or rebel forces gain control. Undetermined but significant amounts of arms and training have ended up flowing to ISIS and other radical groups that the U.S. cannot control, and these forces can’t be dislodged without bigger military commitments by the U.S. Neither the CIA’s activities nor the Pentagon’s failed training program have resulted in control over the battlefield or those groups, which have expanded control over Syrian territory.

Why did Obama intervene in Syria? There are four main reasons and they are not mutually exclusive. One reason is “democracy promotion”. This appears again and again in his rhetoric and that of the State department, where “democracy” is taken to mean “rights” among other things. Obama viewed Assad as standing in the way of the Syrian people. Obama’s intention to bomb Syria when he accused Assad of using chemical weapons brought out a version of this position in his concern for violations of international law. Obama has an idea of world order and the U.S. role in enforcing it. Obama’s position on the Arab Spring also showed this democracy promotion concern. The second reason is to thwart Iran in order to maintain U.S. dominance in the region. Related to this is U.S. support for Saudi Arabia and Gulf states who have also supported rebel elements in Syria as well as support for Turkey. The U.S. leads a coalition. The third reason is Israel’s influence in administration circles and on Capitol Hill. The fourth reason is to thwart Russia’s influence in Syria and deny it access to the Mediterranean. This appears to have backfired.

These are all reasons associated with Empire. Maintaining and extending the U.S. Empire is the dominant underlying and unquestioned assumption in all of this and in all of the meddling going on in other countries. It is the idea that American ways are superior and should be extended over the globe to create some kind of world order that’s in some sense vaguely utopian or reaches a kind of ever-progressing ascent to God only knows what. There is no real benefit to us average everyday Americans from any of this government meddling in Syria. We can ascend on our own. We can progress or regress on our own, without such interference. We do not need to bring down Assad and replace him with phantom moderates of the choosing of the State Department, the CIA or a president. We can invent, paint, write and play music, plant and cultivate crops, build dwellings, travel, participate in sports, take recreational drugs, have sex, play computer games, write poetry and do innumerable other activities without notions of empire, foreign meddling, or even progress. Who is to say what anyone is to do but themselves?

Why would I or many sane Americans want to bother with who rules Syria or how they rule it? It’s not my province. It’s none of my business. How in the world can I know whether I’m doing any good if I decide to butt in?

The government doesn’t think this way. It’s composed of people who want to meddle and run for office for that very reason. They are arrogant enough to think that they know what’s good for everyone when they don’t know diddly-squat. Who are they but pompous babbling fools? The CIA attracts smart people who love to work by schemes and subterfuges behind the scenes. These are power freaks who love playing byzantine games and relish manipulations. Why should any sane American want to allow these kinds of people to have access to ungodly amounts of money and power that they waste on their futile and very dangerous schemes that kill, maim and destroy?

The original source of this article is Lew Rockwell

Copyright © Michael S. Rozeff, Lew Rockwell, 2016

http://www.globalresearch.ca/timeline-of-cia-interventions-in-syria/5479875

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